
Am Freitag noch eröffnete der deutsche Bundesaußenminister Guido Westerwelle im Nationalmuseum in Peking die bisher größte deutsche Kunstausstellung im Ausland. Die Hoffnungen, die man mit der Ausstellung "Die Kunst der Aufklärung" verknüpfte, waren offensichtlich übertrieben. Bereits im Vorfeld gab es auf deutscher Seite Unmut, als dem Autor und Sinologen Tilmann Spengler die Einreise nach China verwehrt wurde.
AI WEI WEI hat in China unter Repressalien der kommunistischen Regierung zu leiden und kann in seiner Heimat seinen Beruf faktisch nicht ausüben. Immer wieder wird der Regimekritiker diffamiert und seine Bürgerrechte missachtet. Seine Pläne ein Atelier in Berlin zu eröffnen wurden jetzt auf niederträchtige Art und Weise durchkreuzt.
Einen Beitrag zur behördlich angeordneten Zerstörung seines Ateliers vom Januar gibt es hier.
In Anbetracht der Geschehnisse rückt die AI WEIWEI-Dokumentation "NEVER SORRY" natürlich in den Hintergrund. Dennoch möchten wir darauf hinweisen, weil sicherlich jegliche Öffentlichkeit momentan in AI WEIWEIs Interesse ist.

